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Was ist Engineering Change Management (ECM)?
Das Engineering Change Management (ECM) ist der systematische Prozess zur Dürchführung von Änderungen in der Produktentwicklung. Dabei werden Produktänderungen, Designanpassungen und technische Spezifikationen strukturiert erfasst, analysiert und umgesetzt, um Fehler zu minimieren und die Produktqualität sicherzustellen. Ein effizientes Engineering Change Management (ECM) sorgt dafür, dass Produktänderungen kontrolliert ablaufen und alle Abteilungen reibungslos zusammenarbeiten.
Es unterstützt Unternehmen dabei, Kundenanforderungen, Marktveränderungen und neue technologische Entwicklungen optimal zu bewältigen.
Warum ist Engineering Change Management (ECM) wichtig?
Risikominimierung
- Ein klar strukturierter Engineering Change Management-Prozess minimiert Risiken in der Umsetzung der Produktänderungen.
- Durch die Rückverfolgbarkeit aller Änderungen wird sichergestellt, dass die Regularien der Produkthaftung erfüllt werden.
Schnellere Markteinführung
- Unternehmen können technische Änderungen schneller umsetzen, was zu einer verkürzten Produktänderungszeit führt.
- Dies verschafft einen Wettbewerbsvorteil, da Produktänderungen schneller am Markt verfügbar sind.
Kosteneinsparungen
- Frühzeitige Erkennung und Behebung von Fehlern im Änderungsprozess führt zu deutlichen Kosteneinsparungen in der Entwicklung und Produktion.
Verbesserte Kommunikation
- Alle Abteilungen, vom Engineering über die Produktion bis hin zum Qualitätsmanagement, sind stets auf dem aktuellen Stand.
- Transparente Änderungsprozesse fördern die Zusammenarbeit und steigern die Effizienz im gesamten Unternehmen.
Vorteile von Engineering Change Management (ECM)
Ein optimiertes Engineering Change Management bietet Unternehmen eine Vielzahl von Vorteilen, darunter:
Strukturierte Änderungsprozesse
- Engineering Change Management (ECM) stellt sicher, dass alle Änderungen über standardisierte Prozesse gesteuert werden. Das Änderungsmanagement wird durch definierte Workflows optimiert, sodass keine Informationen verloren gehen.
Zentralisierte Dokumentation
- Alle Änderungen werden im Engineering Change Request (ECR) festgehalten und dokumentiert. Dadurch wird sichergestellt, dass jederzeit auf vollständige und aktuelle Informationen zugegriffen werden kann.
Revisionssicherheit
- Jede Änderung wird revisionssicher dokumentiert und archiviert, was eine lückenlose Nachverfolgung aller Änderungen ermöglicht.
Bessere Kontrolle von Kosten und Zeitplänen
- Durch die Analyse der Auswirkungen einer Änderung auf Kosten, Zeitpläne und Ressourcen werden unvorhergesehene Verzögerungen oder Kostenüberschreitungen vermieden.
- Während aller Phasen des Änderungsprozesse werden verschiedene Meilensteine durchlaufen, wodurch sämtliche Beschlüsse dokumentiert werden.
Wie funktioniert Engineering Change Management (ECM)?
Der Engineering Change Management-Prozess umfasst mehrere Schritte, die sicherstellen, dass Änderungen umfassend geprüft und genehmigt werden, bevor sie implementiert werden. Hier sind die zentralen Phasen:
Erstellung eines Änderungsantrags (ECR)
- Der Prozess beginnt mit der Erstellung eines Engineering Change Request (ECR), der alle Informationen zur geplanten Änderung enthält, wie technische Spezifikationen, Ziele und Auswirkungen.
Bewertung der Änderung
- Der Änderungsantrag wird durch ein Änderungskomitee geprüft, welches die technischen, betrieblichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der vorgeschlagenen Änderung analysiert.
Genehmigung oder Ablehnung
- Nach der Bewertung wird die Änderung entweder genehmigt, abgelehnt oder zur Überarbeitung zurückgeschickt. Genehmigte Änderungen werden als Engineering Change Order (ECO) freigegeben.
Implementierung
- Die genehmigte Änderung wird im Entwicklungsprozess mit dem Engineering Change Order (ECO) umgesetzt. Alle relevanten Dokumente, Pläne und Spezifikationen werden aktualisiert und kommuniziert.
- Umsetzung der Änderung in der Logistik mit dem Manufacturing Change Order (MCO) unter Berücksichtigung der laufenden logistischen Prozesse (Beschaffung, Fertigung).
Wichtige Funktionen eines Engineering Change Management (ECM)-Systems
Ein gutes Engineering Change Management-System bietet eine Reihe von Funktionen, die den gesamten Änderungsprozess unterstützen:
Versionierung und Änderungsverlauf
- Jedes Dokument und jede Spezifikation kann versioniert werden, sodass alle Änderungen nachvollziehbar bleiben. Der vollständige Änderungsverlauf ist jederzeit abrufbar.
Automatisierte Workflows
- Engineering Change Management-Systeme bieten die Möglichkeit, Workflows zu automatisieren, um den Genehmigungsprozess zu beschleunigen und sicherzustellen, dass alle relevanten Abteilungen informiert sind.
Zugriffskontrollen und Berechtigungen
- Durch Berechtigungssysteme kann sichergestellt werden, dass nur autorisierte Personen Änderungen vornehmen oder genehmigen können, was die Sicherheit erhöht.
Nachverfolgbarkeit
- Sämtliche Entscheide und durchgeführte Änderungen werden fortlaufend dokumentiert.
Prozessüberwachung
- Die Abwicklung der Änderungsprozesse wird laufend überwacht und bietet damit die Basis für die Prozessoptimierung.
Integration in PLM- und ERP-Systeme
- Ein Engineering Change Management-System ist Bestandteil eines Product Lifecycle Management (PLM)- und Enterprise Resource Planning (ERP)-Systems.
Fazit: Engineering Change Management als Schlüssel zum Erfolg
Ein effizientes Engineering Change Management (ECM) ist entscheidend für den langfristigen Erfolg von Unternehmen, die Produktänderungen schnell und präzise umsetzen müssen. Mit einem gut strukturierten Engineering Change Management-Prozess können Unternehmen Kosten senken, Fehler minimieren und die Produktqualität verbessern. Durch die Automatisierung und den Einsatz moderner Engineering Change Management-Softwarelösungen lassen sich Entwicklungsprozesse nachhaltig optimieren.